Selbstfürsorge für psychosoziale Fachkräfte – eine Studie zur langfristigen Wirksamkeit und zum präventiven Nutzen von Selbstfürsorge im psychosozialen Arbeitsfeld

Am Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung wurde das Seminar „Besser leben! Selbstfürsorge für psychosoziale Fachkräfte“ konzipiert. Ziel des Seminars ist es, die Selbstfürsorge von Fachkräften im psychosozialen Arbeitsfeld zu stärken und dadurch möglichen Folgen berufsbedingter Belastungen, insbesondere Stress und Burnout, vorzubeugen.

Das Seminarkonzept wurde von Ende 2013 bis Mitte 2014 in einer großangelegten Studie einer Evaluation unterzogen. Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit des Seminars nachzuweisen und den präventiven Nutzen der Selbstfürsorge zu untersuchen. Im Zuge dieser Studie haben insgesamt 84 psychosoziale Fachkräfte an dem Seminar teilgenommen.

Die Untersuchungsergebnisse sprechen für die präventive Wirksamkeit und den hohen Nutzen und die Wichtigkeit der Selbstfürsorge für psychosoziale Fachkräfte. Sowohl quantitativ als auch qualitativ konnten intendierte Veränderungen, z. B. hinsichtlich der Selbstfürsorge, nachgewiesen werden.

Die durchgeführte Studie lieferte insgesamt viele Hinweise dafür, dass Selbstfürsorge ein wichtiges, vielleicht zentrales Konstrukt sein könnte, im Zuge der Prävention arbeitsbedingter Belastungsfolgen. Da der Untersuchungszeitraum sich auf drei Monate erstreckte, konnte der Wirksamkeitsnachweis im Rahmen der Studie jedoch nur für diesen mittelfristigen Zeitraum erbracht werden.

Aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse, schien eine weitere Befragung der Seminarteilnehmer äußerst nützlich hinsichtlich eines weiteren Erkenntnisgewinns. Eine Follow-up Erhebung – ca. drei Jahre nach der Seminarteilnahme – soll Aufschluss über die langfristige Wirksamkeit des Besser leben!-Seminars geben. Neben der Erfassung der Veränderung des subjektiven Stresserlebens und des Ausmaßes an Erschöpfung (Burnout) ist ein Schwerpunkt der Folgestudie die Entwicklung bzw. Veränderung der Selbstfürsorge.

Die Studie wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit.