Geschichte des zepf

Im Geiste der 1951 gegründeten Hochschule für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt (seit 1964 Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung [DIPF]), der von Heinrich Roth 1962 propagierten Realistischen Wende in der Erziehungswissenschaft und der 1965 in Hamburg gegründeten Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF) wird im Januar 1971 an der Abteilung Landau der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule (EWH) Rheinland-Pfalz durch Karlheinz Ingenkamp die Arbeitsgruppe für empirische pädagogische Forschung gegründet. Diese umfasst zwei wissenschaftliche Mitarbeiter, zwei pädagogische Assistenten und eine Halbtagssekretärin. Noch im Herbst desselben Jahres wird die Arbeitsgruppe zu einer zentralen Einrichtung der Hochschule: Das Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung (zepf) wird ins Leben gerufen.
Damit gehört das zepf zu den Gründungsorten der sich entwickelnden empirischen Erziehungswissenschaft.

Ab 1972 beginnt die Drittmitteleinwerbung im Rahmen einer von der Bund-Länder-Kommission finanzierten Arbeitsgruppe Pädagogische Diagnostik. Im Jahr 1986 wird durch Mitglieder des zepf der Verein Empirische Pädagogik gegründet. Mit der Herausgabe der Zeitschrift Empirische Pädagogik und der Gründung des Verlags Empirische Pädagogik (VEP) innerhalb des Vereins erhält das zepf ein eigenes publizistisches Standbein.

Im Wintersemester 1986/87 tritt Karlheinz Ingenkamp als alleiniger Leiter des zepf zurück. Stattdessen wird es nun mit Hartmut Kasten, später Lutz-Michael Alisch als Geschäftsführer sowie Karlheinz Ingenkamp und Eckart Machwirth als Mitgliedern kollegial geleitet.
Im Oktober 1987 nimmt Reinhold S. Jäger einen Ruf auf eine Professur für Psychologie an der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau, im Fachbereich Psychologie an und wird gleichzeitig Geschäftsführender Leiter des zepf.
Im Dezember 1992 erhält Peter Nenniger den Ruf auf eine Professur für Erziehungswissenschaft im Fachbereich Erziehungswissenschaft (FB 5) und tritt in die Kollegiale Leitung des zepf ein. Mit Roland Arbinger wird die Kollegiale Leitung im selben Jahr erstmals um einen Vertreter aus den Reihen der Mitarbeiter erweitert.

Neben der Psychologischen und Pädagogischen Diagnostik erweitert sich das Spektrum wissenschaftlicher Forschungsbereiche auf Selbstgesteuertes Lernen und Lebenslanges Lernen und wissenschaftliche Evaluationen ebenso wie durch seine Teilnahme an der Begründung des wirtschaftspädagogischen Schwerpunktprogramms der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

National wird das zepf schon früh durch die wiederholte Ausrichtung der Tagungen der Arbeitsgruppe für empirische pädagogische Forschung (AEPF) in den Jahren 1971, 1978, 1983, 1991, 1994 und 2009 bekannt, wobei im Frühjahr 1991 gleichzeitig das 20-jährige Bestehen des zepf gefeiert wird. International etabliert sich das zepf 1996 als Gründungsort der International Conference on Motivation (ICM), der European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI) und 2006 – anlässlich der zum 10-jährigen Bestehen der ICM erneut vom zepf in Landau organisierten Konferenz – als Begründer der International Summerschool on Motivation.

In der allgemeinen Öffentlichkeit hat das zepf durch das Bildungsbarometer und (in Kooperation mit der Schülerhilfe) durch die Auslobung des Deutschen Innovationspreises für nachhaltige Bildung großes Interesse gefunden. Darüber hinaus wurde dem zepf 2008 der Status eines Ausgezeichneten Ortes im Land der Ideen zugesprochen.

Der Festakt zum 35-jährigen Bestehen des zepf im Jahr 2006 wird zum Anlass genommen, den 80sten Geburtstag seines Begründers Karlheinz Ingenkamp zu feiern.

Am 1. Oktober 2009 geht Peter Nenniger in den Ruhestand. Ingmar Hosenfeld nimmt 2010 einen Ruf auf die Professur für pädagogisch-psychologische Bildungsforschung am zepf an und bringt damit die langjährigen Kooperationsprojekte über die Durchführung von Vergleichsarbeiten in der Grundschule und in der achten Jahrgangsstufe (VERA) ans zepf. Die Kollegiale Leitung des zepf besteht nun aus Reinhold S. Jäger, Ingmar Hosenfeld, und Roland Arbinger sowie Gabriele E. Dlugosch.

Am 6. Mai 2011 feiert das zepf sein 40-jähriges Bestehen.

Am 1. Oktober 2011 wird Reinhold S. Jäger pensioniert und scheidet als Geschäftsführender Leiter des zepf aus. Er bleibt dem zepf im Rahmen einer Seniorprofessur aber für zwei Jahre weiterhin erhalten. Die geschäftsführende Leitung geht an Ingmar Hosenfeld über, die Kollegiale Leitung besteht nun aus Ingmar Hosenfeld, Gabriele E. Dlugosch und Roland Arbinger.

Nach dem Ausscheiden Roland Arbingers besteht die Kollegiale Leitung derzeit aus Ingmar Hosenfeld, Gabriele E. Dlugosch und Michael Zimmer-Müller als Geschäftsführer.