Arbeitsbereich Gesundheit und Wohlbefinden

Im Arbeitsbereich „Gesundheit und Wohlbefinden“ werden gesundheitspsychologische Themen und Fragestellungen bearbeitet. Der Arbeitsbereich zeichnet sich dadurch aus, dass sowohl die empirische Forschung als auch die praktische Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse einen zentralen Stellenwert einnehmen. Dementsprechend ist ein Tätigkeitsschwerpunkt die anwendungsorientierte Forschung. Ein weiterer Schwerpunkt besteht darin, Prävention und Gesundheitsförderung in der Praxis – wissenschaftlich fundiert – zu begleiten und umzusetzen.

Als Ansprechpartnerinnen stehen Ihnen PD Dr. Gabriele E. Dlugosch (Dipl.-Psych.) und
Dr. Christina Dahl (Dipl.-Psych., Dipl.-Betriebsw.) zur Verfügung.

Anwendungsorientierte Forschung

Ziel der anwendungsorientierten Forschungsarbeiten ist es, das notwendige Wissen für die Prävention und die Gesundheitsförderung in der Praxis zu generieren. Den Untersuchungen liegen zumeist praxisbezogene gesundheitspsychologische Fragestellungen zugrunde, die sich auf unterschiedliche Zielgruppen und Settings beziehen, z. B.:

Die Rolle der Selbstwirksamkeit und Achtsamkeit bei der Gesundheitsförderung von sozial benachteiligten Menschen

Studie zur psychischen Beanspruchung und zu beruflichen Belastungsfaktoren bei psychosozialen Fachkräften in Deutschland

Prävention und Gesundheitsförderung in der Praxis

Der Arbeitsbereich Gesundheit und Wohlbefinden verfolgt das Ziel, Prävention und Gesundheitsförderung in der Praxis zu begleiten und umzusetzen. Dies wird in verschiedenen Handlungsfeldern realisiert, wobei die wissenschaftliche Fundierung stets handlungsleitend ist:

Referententätigkeiten

Im Zuge von Referententätigkeiten werden gesundheitspsychologische Themen für die Praxis aufbereitet und vermittelt. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse fließen so beispielsweise in Vorträge ein, z. B. zu den Themen „Stress- und Burnoutprävention“ und „Arbeit und Gesundheit“. Die Anschaulichkeit und der Praxisbezug sind dabei ebenso bedeutsam wie die Wissenschaftlichkeit.

Konzeption und Intervention

Ein zentrales Handlungsfeld des Arbeitsbereiches ist die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung. Dies umfasst die Ausarbeitung von Konzepten der Prävention und Gesundheitsförderung für verschiedene Zielgruppen in verschiedenen Settings. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung von Strategien zur Umsetzung von gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen. Ebenso werden konkrete Interventionen, z. B. in Form von Seminaren oder Workshops entwickelt, beispielsweise mit dem Ziel der Burnoutprävention. Des Weiteren werden für bestehende oder geplante Konzepte und Interventionen gesundheitspsychologische Inhalte aufbereitet. Dies beinhaltet beispielsweise die Ausarbeitung von Seminarmaterialien, wie z. B. Präsentationen, auf Basis des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes.

Beispiele:

Besser leben! Selbstfürsorge für psychosoziale Fachkräfte – Konzeption einer Gesundheitsförderungsmaßnahme

Gesundheitswoche der Techniker Krankenkasse: Aktualisierung einer Gesundheitsförderungsmaßnahme für Arbeitnehmer

Diagnostik und Evaluation

Im Zuge eines wissenschaftlich fundierten Vorgehens stellen die Diagnostik und die Evaluation ebenfalls zentrale Handlungsfelder des Arbeitsbereiches dar.

Die Diagnostik dient der Erfassung, Aufbereitung und Bewertung gesundheitsbezogener Informationen, um praxisbezogene Schlussfolgerungen abzuleiten und Entscheidungen zu fundieren. Beispielsweise ist es zielführend, zunächst die psychische Belastung von Mitarbeitern zu erfassen, bevor konkrete Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung initiiert werden.

Beispiel:

Studie zur psychischen Beanspruchung und zu beruflichen Belastungsfaktoren bei psychosozialen Fachkräften in Deutschland

Bei der Evaluation steht die systematische und zielgerichtete Analyse und Bewertung von Interventionen im Mittelpunkt. Im gesundheitspsychologischen Kontext geht es hierbei in der Regel um den Nachweis der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen. Die Evaluation kann als ein Instrument zur Qualitätssicherung betrachtet werden: Werden Interventionen in der Praxis umgesetzt, beispielsweise im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, werden damit bestimmte Ziele verfolgt. Eine Evaluation liefert Erkenntnisse darüber, inwieweit diese Ziele erreicht wurden.

Beispiele:

Besser leben! Selbstfürsorge für psychosoziale Fachkräfte – Konzeption einer Gesundheitsförderungsmaßnahme

Evaluation des Projekts „Der Depression Beine machen“

Themenschwerpunkte des Arbeitsbereiches

Ein besonderer Schwerpunkt des Arbeitsbereiches stellt das Thema „Stress- und Burnoutprävention“ dar. Der Arbeitsbereich beschäftigt sich zudem mit den Zusammenhängen zwischen „Arbeit und Gesundheit“, was auch Fragestellungen zum „Betrieblichen Gesundheitsmanagement“ beinhaltet. Ein weiterer Schwerpunkt ist die „Förderung der Selbstfürsorge“. Die Forschungsarbeiten des Arbeitsbereiches zeigen, dass dieser im Kontext der Stress- und Burnoutprävention eine bedeutsame Rolle zukommt.

Im Arbeitsbereich werden darüber hinaus auch „klassische“ gesundheitspsychologische Themen bearbeitet, wie z. B. Ernährung, Bewegung.

Entsprechend der Ausrichtung des zepf, wird das Thema Gesundheit auch im pädagogischen Kontext behandelt. Hier stehen vor allem die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Bildung im Mittelpunkt des Interesses, ebenso die Umsetzung von Gesundheitsförderung in der Schule.

Referenzen (Auswahl)

  • Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK)
  • Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Rheinland-Pfalz
  • Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Gesundheitsamt der Stadt Münster
  • Gesundheitsservice Management GSM GmbH
  • Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
  • Pädagogisches Landesinstitut (PL) Rheinland-Pfalz
  • Techniker Krankenkasse (TK)
  • Verband Katholische Jugendfürsorge (V-KJF)